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Installation eines LAMP-Systems mit sehr vielen nützlichen Features von Sascha Blum | Inhalt
1 Vorwort
2 Download-Quellen bzw. was benötigt wird
3 Installation
3.1 Apache 1.3.27
3.2 MySQL 3.23.52
3.3 zlib 1.1.4
3.4 libpng 1.2.3
3.5 gd-1.8.4
3.6 PDF-Lib 4.0.3
3.7 PHP 4.2.3
4 Konfiguration
4.1 httpd.conf
4.1.1 Erklärung: Was ist ein Parser?
4.2 php.ini
5 Empfehlungen
6 Konfiguration per Webmin
7 Update
7.1 Update von PHP
8 Schlusswort
8.1 Nachtrag
8.2 Danksagung
Copyright © Sascha Blum (linux@saschablum.de)
Version vom 06. Oktober 2002
Aktuelle Versionen unter: http://linux.computerbraxas.de/
Dieses Dokument unterliegt der GNU Free Documentation License und
darf frei kopiert, verteilt und verändert werden, soweit keine Kosten entstehen
und immer auf die GNU FDL verwiesen wird. Diese Seite darf gemäß GNU FDL
nicht verändert werden und muss immer mit ausgehändigt werden. Die ganze
Lizenz finden Sie unter
=> http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html
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1 Vorwort
Ich
möchte Ihnen anhand dieses Tutorials einmal erklären, wie
man einen Linux-Server mit so gut wie allen, nützlichen Features
installiert. Kurz gesagt, wir setzen ein LAMP-System auf.
Vorab
möchte ich Ihnen aber erklären, für was die Abkürzung
LAMP steht.
LAMP
heißt nichts anderes als Linux Apache MySQL PHP. Mit anderen
Worten setzt sich das so genannte LAMP-System aus einem
Linux-Betriebssystem, einem Apache Webserver, einer MySQL-Datenbank
und der Scriptsprache PHP zusammen.
Dieses
Tutorial erklärt die Installation mit Dynamic Shared Objects
(DSO), welche einen ganz großen Vorteil gegenüber der
statischen Installation hat:
Jedes
einzelne Modul kann jederzeit und ohne großen Aufwand durch
eine neuere Version ersetzt werden, ohne dass alle anderen Module neu
kompiliert und installiert werden müssen. Dabei spielt es keine
Rolle, ob es sich hierbei um das PDF-Lib-Modul, das GD-Lib-Modul oder
ein anderes Modul handelt. Bei einer statischen Installation müsste
man für den Fall eines Updates von PHP 4.2.3 auf z. B. PHP 4.2.4
alles neu kompilieren und installieren. Mit anderen Worten man müsste
den Apache-Server, die GD-Lib, die PDF-Lib, all die anderen Module,
die man braucht, und selbstverständlich auch PHP neu
kompilieren. Bei einer DSO-Installation hingegen muss man
letztendlich NUR noch PHP neu kompilieren und installieren, alles
andere bleibt unverändert und unberührt.
Hinweis:
Es ist generell empfehlenswert die jeweiligen README-Dateien, welche
bei den einzelnen Paketen beiliegen, vor einer neuen Installation
bzw. schon vor jedem Kompilieren, gründlich durchzulesen, denn
jede Installation kann anders verlaufen. Es gibt immer wieder
Schalter, die beim Konfigurieren mittels ./configure angegeben werden
müssen/können, die über den erfolgreichen Verlauf der
Installation letztendlich entscheiden. Es sollte, soweit ich es getestet
habe, auf dem besagten System auf Anhieb funktionieren. Bei Fehlern
unbedinngt die README zu Rate ziehen. Die Installation selbst muss mit
Root-Zugriffsrechten erfolgen!
Nun
aber genug der Hinweise. Beginnen wir jetzt mit der Installation
unseres LAMP-Systems.
Hinweis:
Vor der Installation sollte dieses Tutorial komplett und gründlich
durchgelesen werden!
2 Download-Quellen bzw. was benötigt wird
Dazu
gehören die folgenden Pakete, die vor der Installation besorgt
werden müssen:
Apache 1.3.27
(http://www.apache.org/)
Direkter Download:
http://www.apache.org/dist/httpd/apache_1.3.27.tar.gz (2,2 MB)
MySQL
(http://www.mysql.org/)
RedHat packages (rpm):
MySQL 3.23.52 Server (i386) (7.4M)
MySQL 3.23.52 Client programs (i386) (2.2M)
MySQL 3.23.52 Libraries and Header files for development (i386) (743K)
MySQL 3.23.52 Client shared libraries (i386) (232K)
zlib 1.1.4
(http://www.gzip.org/zlib/)
Download:
ftp://ftp.info-zip.org/pub/infozip/zlib/zlib-1.1.4.tar.gz (177 KB)
libpng 1.2.3
(http://www.libpng.org/pub/png/libpng.html)
Download:
http://www.libpng.org/pub/png/src/libpng-1.2.3.tar.gz (488 KB)
GD-Library 1.8.4
(http://www.boutell.com/gd/)
Download:
http://www.boutell.com/gd/http/gd-1.8.4.tar.gz (252 KB)
Hinweis:
Aus lizenzrechtlichen Gründen unterstützt die GD-Library
seit geraumer Zeit kein GIF-Format mehr!
PDF-Lib 4.0.3
(http://www.pdflib.com/pdflib/index.html)
Download:
http://www.pdflib.com/pdflib/download/pdflib-4.0.3-Linux.tar.gz (3,2 MB)
PHP 4.2.3
(http://www.php.net/)
Download:
http://us3.php.net/do_download.php?download_file=php-4.2.3.tar.gz (3,3 MB)
3 Installation
Sobald Sie alle oben genannten Pakte herunter geladen haben, kann es
losgehen. Als erstes müssen alle Dateien in das Verzeichnis (Verzeichnis lamp muss
zuvor durch ein „mkdir /usr/local/src/lamp“
erstellt werden, soweit es noch nicht vorhanden ist!):
/usr/local/src/lamp/
kopiert werden. Die RPM-Dateien von MySQL müssen nicht dahin kopiert
werden, diese können auch sofort wie gewohnt installiert werden.
Machen Sie es am besten als erstes. Wie Sie dazu vorgehen müssen,
erfahren Sie hier im Tutorial im Abschnitt „MySQL 3.23.52“.
In dem Verzeichnis /usr/local/src/lamp/ müssen anschließend
alle 6 Pakete als tar.gz liegen. Diese müssen Sie nun entpacken.
Das kann wie folgt gemacht werden:
(Hinweis:
Die einzugebenden Befehle sind fett geschrieben, die Ausgaben vom
PC sind in Normalschrift. Einzugeben ist alles nach dem >-Zeichen!)
Als erstes eine Text-Konsole (Shell-Terminal z. B. Bash) öffnen,
anschließend folgende Anweisungen ausführen:
benutzer@rechnername:~ > su
[Geben Sie nun Ihr root-Passwort ein]
root@rechnername: ~> cd /usr/local/src/lamp
root@rechnername:/usr/local/src/lamp > tar -xvzf apache_1.3.27.tar.gz
root@rechnername:/usr/local/src/lamp > tar -xvzf zlib-1.1.4.tar.gz
root@rechnername:/usr/local/src/lamp > tar -xvzf libpng-1.2.2.tar.gz
root@rechnername:/usr/local/src/lamp > tar -xvzf gd-1.8.4.tar.gz
root@rechnername:/usr/local/src/lamp > tar -xvzf pdflib-4.0.3.tar.gz
root@rechnername:/usr/local/src/lamp > tar -xvzf php-4.2.3.tar.gz
Nachdem Sie nun alle Pakete entpackt haben, können Sie den Befehl "ls
-l" eintippen und sehen daraufhin deren Verzeichnisse.
Ab hier ist es sehr wichtig, dass die nachfolgende
Installationsreihenfolge genau eingehalten wird. Der Grund hierfür
ist, dass einige Pakete die anderen Pakete benötigen um zu
funktionieren. So braucht die GD-Library z.B. die zlib und die
libpng, wobei die libpng auch wiederum die zlib benötigt. Zuerst
machen wir nun den Apache Webserver fertig, und zwar gehen wir wie
folgt vor:
3.1 Apache 1.3.27
Hinweis:
Unbedingt die README-Dateien lesen! Es gibt bei ./configure einen
ganze Menge Schalter, die angegeben werden können.
Der Apache Webserver darf niemals mit der Option --enable-module=all
kompiliert werden! Falls es doch einmal passiert, hätte dies zur
Folge, dass nachher gar nichts mehr funktioniert. Am sinnvollsten ist
es immer so wenig Module wie nötig anzugeben. In der Regel
reicht das so für den DSO-Support auch vollkommen aus! Alle
anderen Module kann man ja dann selbst nach Belieben einbauen, was
wiederum ein Vorteil der DSO-Installation ist.
Zur Installation und Konfiguration vom Apachen bitte wie folgt vorgehen:
Zuerst wieder auf eine Text-Konsole (Shell-Terminal z. B. Bash) wechseln.
(Hinweis:
benutzer@rechnername:/usr/local/src/lamp > nicht mit eintippen! Das
ist der so genannte Prompt von Linux; damit zeigt Linux, dass es auf
eine Eingabe wartet! Das Aussehen des Prompts kann bei Ihnen anders
aussehen, da es individuell konfigurierbar ist)
benutzer@rechnername:/usr/local/src/lamp > cd apache_1.3.27
benutzer@rechnername:/usr/local/src/lamp/apache_1.3.27 > su
[Geben Sie Ihr root-Passwort ein]
root@rechnername:/usr/local/src/lamp/apache_1.3.27 >
./configure --prefix=/usr/local/apache/1.3.27 --datadir=/web/htdocs --enable-rule=SHARED_CORE --enable-module=so
Hinweis:
Das Vorangegangene als eine Zeile eingeben! Vor dem -- ist generell
ein Leerzeichen dazwischen! Hinter --datadir steht das
Dokumentenverzeichnis, in das Ihre späteren Webseiten abgelegt werden. Sie können
natürlich ein eigenes Dokumentenverzeichnis wählen. Falls
Sie als Dokumentenverzeichnis ein anderes Verzeichnis angeben als
"/web/htdocs", so beachten Sie bitte, dass Sie weiter
unten in diesem Tutorial die entsprechenden Stellen auf Ihre Angaben
hin abändern müssen!
root@rechnername:/usr/local/src/lamp/apache_1.3.27 > make
root@rechnername:/usr/local/src/lamp/apache_1.3.27 > make install
Haben Sie nun alles korrekt eingetippt, dann sollte jetzt der Apache
Webserver komplett fertig kompiliert und installiert sein.
3.2 MySQL 3.23.52
Wurde, wenn die Anweisung weiter oben befolgt wurde, bereits installiert.
Sicherheits-Hinweis:
Sollte Ihr Server an einem öffentlichen Netz, also Intranet oder
am Internet angebunden sein, dann vergessen Sie auf keinen Fall, dem
root-User des MySQL-Servers ein möglichst kompliziertes Passwort
zu geben!
root@rechnername:/home/user/download/mysql > rpm -Uvh MySQL-3.23.52-1.i386.rpm
root@rechnername:/home/user/download/mysql > rpm -Uvh MySQL-client-3.23.52-1.i386.rpm
root@rechnername:/home/user/download/mysql > rpm -Uvh MySQL-devel-3.23.52-1.i386.rpm
root@rechnername:/home/user/download/mysql > rpm -Uvh MySQL-shared-3.23.52-1.i386.rpm
Hinweis:
/home/user/donwload/mysql ist zuersetzen, durch das Verzeichnis, in
welchen die entsprechenden RPM-Files liegen!
3.3 zlib 1.1.4
root@rechnername:/usr/local/src/lamp/apache_1.3.27 > cd /zlib-1.1.4/
root@rechnername:/usr/local/src/lamp/zlib-1.1.4 > ./configure --shared
root@rechnername:/usr/local/src/lamp/zlib-1.1.4 > make
root@rechnername:/usr/local/src/lamp/zlib-1.1.4 > make install
Anmerkung:
Mit dem Schalter --shared zeigen wir zlib an, dass wir die Library
als dynamisches Modul in PHP einbauen wollen.
3.4 libpng 1.2.3
Bei libpng läuft die Installation etwas anders ab, als sonst. Zuerst
bitte in das /libpng-1.2.3/scripts/-Verzeichnis wechseln:
root@rechnername:/usr/local/src/lamp/zlib-1.1.4 > cd ../libpng-1.2.3/scripts/
Anschließend bitte folgende Anweisungen eingeben:
root@rechnername:/usr/local/src/lamp/libpng-1.2.3/scripts > cp makefile.linux ../makefile
root@rechnername:/usr/local/src/lamp/libpng-1.2.3/scripts > cd ..
Mit diesen Anweisungen haben wir soeben das entsprechende Makefile in das
libpng-Stammverzeichnis kopiert. Jetzt sollten wir uns aber einmal
das Makefile anschauen, um eventuelle Änderungen, die das System
benötigt, zu machen, wie z.B. spezielle include-Verzeichnisse,
usw. ...
Normalerweise stimmen dort aber alle Angaben, jedoch sollte man sie sich kurz
ansehen, um so schneller Fehler zu finden.
Zum Fortfahren bitte folgende Anweisung eingeben:
root@rechnername:/usr/local/src/lamp/libpng-1.2.3 > make test
Falls hierbei keine Fehlermeldungen kommen, kann anschließend die
libpng mit dem folgenden Befehl installiert werden:
root@rechnername:/usr/local/src/lamp/libpng-1.2.3 > make install
3.5 gd-1.8.4
Zuerst bitte in das Verzeichnis gd-1.8.4 wechseln:
root@rechnername:/usr/local/src/lamp/libpng-1.2.3 > cd ../gd-1.8.4/
Auch hier bitte erst die Datei „Makefile“ ansehen! Falls dort
Änderungen nötig sind, weil sich etwas an Ihrem System
geändert hat, so muss dieses jetzt geändert werden. Das
Anschauen und gegebenfalls Editieren kann mit jedem beliebigen
Text-Editor gemacht werden.
Im Normalfall kann die Makefile-Datei aber so belassen werden.
Wenn Sie nun der Meinung sind, dass in der Makefile so alles okay ist,
dann geben Sie nun bitte folgende Befehle ein:
root@rechnername:/usr/local/src/lamp/gd-1.8.4 > make
root@rechnername:/usr/local/src/lamp/gd-1.8.4 > make install
Sollten hierbei irgendwelche Fehler auftauchen, dann führen Sie bitte
gleich Folgendes aus:
root@rechnername:/usr/local/src/lamp/gd-1.8.4 > make clean
Letzteren Befehl aber nur, wenn Fehler auftauchen! Wenn das make clean
ausgeführt wurde, muss die Makefile nocheinmal kontrolliert und anpasst werden.
Danach wieder von vorne mit make beginnen.
Hinweis:
Insbesondere die Einstellungen für INCLUDEDIRS und LIBDIRS
kontrollieren!
3.6 PDF-Lib 4.0.3
Hier ist es etwas einfacher, da hier das Modul bereits kompiliert vorliegt
und nur noch in das Verzeichnis /usr/local/lib kopiert werden muß.
Hierbei ist wie folgt vorzugehen:
root@rechnername:/usr/local/src/lamp/gd-1.8.4 > cd /
root@rechnername:/ >
cp /usr/local/src/lamp/pdflib-4.0.3-Linux/bind/php/php-4.2.1/libpdf_php.so /usr/local/lib/libpdf_php.so
3.7 PHP 4.2.3
Als Letztes müssen wir uns noch PHP vornehmen und zwar wie folgt:
In das PHP-Verzeichnis wechseln:
root@rechnername:/ > cd /usr/local/src/lamp/php-4.2.3/
root@rechnername:/usr/local/src/lamp/php-4.2.3 >
./configure --with-apxs=/usr/local/apache/1.3.27/bin/apxs --enable-track-vars --enable-ftp
--with-zlib --with-gd --with-sockets --enable-sockets --with-sysvshm --with-sysvsem --disable-debug --with-pdflib-dir=/usr/local/lib
--with-tiff-dir=/usr/local/lib --with-jpeg-dir=/usr/local/lib --with-png-dir=/usr/local/lib --with-zlib-dir=/usr/local/lib --with-mysql --with-xml
Hinweis:
Das Obere als eine Zeile eingeben! Vor dem -- ist generell ein
Leerzeichen dazwischen! In der zweiten bzw. dritten Zeile ist kein
Fehler (wegen „sysvshm“ und „sysvsem“).
Als Nächstes folgt wie gehabt:
root@rechnername:/usr/local/src/lamp/php-4.2.3 > make
root@rechnername:/usr/local/src/lamp/php-4.2.3 > make install
Hinweis:
Das Kompilieren (make) bei PHP kann bei langsamen PC-Systemen etwas
länger dauern! Also nicht ungeduldig werden, auch wenn sich anscheinend
über längere Zeit nichts tut! Das Verzeichnis /usr/local/src/lamp
kann per „rm -r /usr/local/src/lamp“ gelöscht werden (als
root). Man sollte sich hierbei nicht vertippen, denn wer als root ein
„rm -r /“ ausgeführt, zerstört
das gesamte System! Allerdings sollte man eines wissen, wer das
Vezeichnis „/usr/local/src/lamp“ komplett löscht,
hat es im Falle einer Deinstallation bzw. eines Updates etwas
komplizierter bzw. aufwendiger. Von daher sollten nur die gepackten
Quellpakete „.tar.gz“ gelöscht und die Verzeichnise
mit den Sourcen erhalten werden!
4 Konfiguration
4.1 httpd.conf
So, die Installation wäre schon mal abgeschlossen. Jetzt kommt
allerdings noch die Konfiguration.
Als erstes müssen wir nun dem Apache-Webserver mitteilen, was er mit
den *.php- oder *.php3-Dateien anfangen soll.
Dieses machen wir nun wie folgt: Sie müssen nun in das
"conf"-Verzeichnis von Apache wechseln:
root@rechnername:/usr/local/src/lamp/php-4.2.3 > cd /usr/local/apache/1.3.27/conf
root@rechnername:/usr/local/apache/1.3.27/conf >
Anschließend müssen Sie die Datei "httpd.conf" in einem Text-Editor
zum Editieren öffnen und hinterher speichern.
Anmerkung:
Zum Bearbeiten der Config-Datei eignet sich der Editor „Kate“
ganz gut. Allerdings muß KDE im Hintergund laufen! Gestartet
wird dieser mittels Alt + F2 -Taste => kdesu kate
Mit der Tastenkombination Strg + G können Sie dann einfach in die gewünschte Zeile springen!
Sie finden dort, um die Zeile 190 rum, folgenden Text:
#
#Dynamic Shared Object (DSO) Support
#
#To be able to use the functionality of a module which was built as a
DSO you
#have to place corresponding `LoadModule' lines at this location so
the
#directives contained in it are actually available _before_ they are
used.
#Please read the file README.DSO in the Apache 1.3 distribution for
more
#details about the DSO mechanism and run `httpd -l' for the list of
already
#
built-in (statically linked and thus always available) modules in
your httpd
#binary.
An dieser Stelle müssen Sie nun Folgendes einfügen, soweit es
da noch nicht stehen sollte:
LoadModule php4_module libexec/libphp4.so
Ca. ab Zeile 770 finden Sie dann das Folgende:
#AddType allows you to tweak mime.types without actually editing it,
or to
#make certain files to be certain types.
#AddType application/x-tar .tgz
An dieser Stelle bitte Nachfolgendes einfügen und/oder ergänzen:
AddType application/x-httpd-php .htm
AddType application/x-httpd-php .html
AddType application/x-httpd-php .phtm
AddType application/x-httpd-php .phtml
AddType application/x-httpd-php .php
AddType application/x-httpd-php .php3
AddType application/x-httpd-php .php4
AddType application/x-httpd-php-source .phps
Hinweis:
Bitte auf genaue Schreibweise achten, ansonsten könnte es zu
Fehlern kommen!
Wenn man nicht möchte, dass HTML-Dateien durch den PHP-Parser
laufen, der kann auch die Zeilen:
AddType application/x-httpd-php .htm
AddType application/x-httpd-php .html
einfach weg lassen....
Damit wäre nun die httpd.conf konfiguriert.
4.1.1 Erklärung: Was ist ein Parser?
Ein Parser ist nichts anderes als eine Software, die Text
interpretiert. Hierbei kann der Text ein Quelltext (C++) sein oder
eine Dokumentenbeschreibungssprache (wie HTML). Er kontrolliert den Text
auf syntaktische und semantische Fehlerfreiheit und übergibt den
„geparsten“ Text, meist in einem effizienten und kompakten
internen Code, an die verarbeitende Einheit.
Text der durch einen Parser läuft, braucht ein wenig
länger, bis dieser dann angezeigt wird. Was nun bedeutet, reine
HTML-Seiten werden schneller geladen und angezeigt als PHP-Seiten/-Scripts.
Aber als Anwender bemerkt man kaum einen großen zeitlichen Unterschied.
Es macht sich erst bemerkbar, wenn sehr viele Anwender auf ein und das selbe
zugreifen, d.h. wenn sehr viele Anwender eine PHP-Seite/-Script gleichzeitig
aufrufen, kann es je nach Server-Hardware hier und da etwas länger dauern,
bis diese angezeigt werden. Sprich wer vor hat ein LAMP-System sehr vielen
Nutzern öffentlich zugänglich zu machen, z.B. Anbindung an Internet,
Intranet oder Netzwerk, der sollte sich von vorn herein einen leistungsfähigen
und schnellen Computer zulegen, ansonsten wird es unter Umständen ziemlich
lahm. Wer allerdings sein LAMP-System zum entwickeln von PHP-Seiten/Scripten in
Verbindung mit einer MySQL-Datenbank nutzen möchte, der kann dieses auch
durchaus auf einen älteren PC/Notebook tun. Das Gleiche gilt auch, wer
PHP-Seiten/-Scripte alleine auf einem Computersystem ausführen/anzeigen
möchte.
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4.2 php.ini
Jetzt müssen wir allerdings die php.ini einrichten und eventuell
anpassen:
Die Datei „php.ini“ muss nun an die richtige Stelle hin
kopiert werden, wo diese ordnungsgemäß auch hingehört.
Hierzu muss man nun wieder in das PHP-Install-Verzeichnis wechseln:
root@rechnername:/usr/local/apache/1.3.27/conf > cd /usr/local/src/lamp/php-4.2.3/
Jetzt müssen wir die Datei „php.ini-dist“ in das
Verzeichnis /usr/local/lib kopieren und zugleich diese Datei
umbenennen in „php.ini“. Das machen Sie nun wie folgt:
root@rechnername:/usr/local/src/lamp/php-4.2.3 > cp php.ini-dist /usr/local/lib/php.ini
Anschließend müssen Sie noch in die php.ini „pdflib“
hineinschreiben, als „extension“ (Erweiterung), damit PHP
weiss, was es mit den entsprechenden PDF-Funktionen anfangen soll,
wenn Sie diese einmal benötigen und damit arbeiten wollen. Die
anderen Module dagegen, wie z.B. zlib, GD, usw. ... , findet PHP
selbst.
Öffnen Sie nun die Datei "/usr/local/lib/php.ini" in einem
Text-Editor. Um die Zeile 371 dieser Datei finden Sie den Abschnitt
über die extensions.
Müsste in etwa so aussehen:
;Directory in which the loadable extensions (modules) reside.
extension_dir = ./ <= ist zu entfernen und durch Folgendes zu ersetzen:
extension_dir = /usr/local/lib
extension=libpdf_php.so
Nun die Datei abspeichern.
So, wir haben es nun endlich geschafft. Sie haben nun ein komplett
lauffähiges LAMP-System.
Jetzt folgt der Test, ob sich der Server auch richtig starten lässt!
Hierzu muss man erstmal einen alten Server, der eventuell schon läuft
(z.B. wenn bei Installation der Distibution ein Webserver bereits
installiert wurde) beenden. Das erreicht man wie folgt:
root@rechnername:/usr/local/src/lamp/php-4.2.3 > killall httpd
Nun müssen Sie versuchen den neuen Server zu starten, und zwar so:
root@rechnername:/ > /usr/local/apache/1.3.27/bin/apachectl start
Wenn Sie nun dort eine Nachricht sehen, die in etwa so aussieht:
/usr/local/apache/1.3.27/bin/apachectl start: httpd started
Dann ist alles in Ordnung und der Server ist nun lauffähig!
Jetzt wechseln Sie bitte in Ihr "web/htdocs"-Verzeichnis
(DocumentRoot / Sollten Sie diesem einen anderen Namen gegeben haben,
so ändern Sie das Nachfolgende entsprechend!) und erstellen dann
dort einfach mal eine neue Datei, mit dem Namen „info.php“,
dies machen Sie wie folgt:
benutzer@rechnername:/ > cd /web/htdocs/
benutzer@rechnername:/web/htdocs > touch info.php
Diese neue Datei „info.php“ mit einem Editor öffnen und
folgenden Inhalt hineinschreiben:
<?PHP
echo phpinfo();
?>
Hinweis:
Mit allen Klammern usw., genau wie es da steht!
Nun noch schnell speichern und geöffnete Datei schließen.
Jetzt kommt der spanndende Augenblick!
Surfen Sie nun mit Ihrem gewohnten Internet-Browser zu folgender Adresse:
http://127.0.0.1/info.php
oder
http://localhost/info.php
oder
http://rechnername/info.php
oder
http://lokale_IP/info.php
Wenn Sie nun die Ausgabe von phpinfo() sehen, ist alles bestens verlaufen
und Sie können nun sofort mit der PHP-Programmierung loslegen!
Herzlichen Glückwunsch - Sie haben nun ein vollfunktionsfähiges
LAMP-System und zugleich einen Webserver.
Anmerkung:Sie können nun im Verzeichnis /web/htdocs (oder einem anderen,
wenn sie ein anderes bei der Installation angegeben haben) beliebig
viele Unterverzeichnisse anlegen, z.B. Sie haben mehrere Web-Projekte, so könnten Sie z.B. pro Projekt ein Verzeichnis
anlegen.
Hierbei müssen Sie noch wissen, dass /web/htdocs (oder das andere, von
Ihnen gewählte) sozusagen Ihr Root-Verzeichnis ist, was Ihren
Webserver angeht, darum heißt die URL auch http://127.0.0.1/info.php! Hätten Sie nun
noch weitere Unterverzeichnise, wie z.B. projekt1, projekt2 usw., dann müssten Sie diese URL
entsprechend anpassen: http://127.0.0.1/projekt1/ oder http://127.0.0.1/projekt2/ usw. ...
Hinweis:
PHP-Dateien werden nur geparst (angezeigt/ausgeführt), wenn
diese in diesen Pfaden liegen, also entweder /web/htdocs oder deren
Unterverzeichnisse!
Ihren Webserver können Sie nach Belieben ausbauen und erweitern.
5 Empfehlungen
Als ein allerletztes möchte ich an dieser Stelle noch ein paar
Admin-Tools empfehlen, die die Arbeit mit Ihrem System/Server um
einiges erleichtern können:
Webmin 1.000
(http://www.webmin.com/)
Mit Webmin kann man auf einfachste Weise nicht nur das bestehende System
wunderbar einrichten, sondern auch bequem Ihren Web-Server konfigurieren, z.B. können
Sie dort veranlassen, dass Ihr Server bei jedem Systemstart automatisch gestartet wird;
das Gleiche gilt auch für MySQL. Webmin ist sehr einfach in der Bedienung und
daher für Webserver-Anfänger hervorragend geeignet!
Download:
http://prdownloads.sourceforge.net/webadmin/webmin-1.000.tar.gz?download
oder
http://www.webmin.com/
phpMyAdmin 2.3.1
(http://www.phpwizard.net/projects/phpMyAdmin/)
phpMyAdmin ist ein wunderbares Tool für MySQL – Mit ihm kann man
problemlos Tabellen anlegen, löschen, bearbeiten und vieles mehr
... - Ebenfalls sehr empfehlenswert!
Download:
(phpMyAdmin-2.3.1-php.tar.gz)
http://www.phpmyadmin.net/index.php?dl=2
6 Konfiguration per Webmin
Einstellungen für den Apache-Server:
webmin => Server => Apache Webserver
Modulkonfiguration:
Apache Server Root Verzeichnis:
/usr/local/apache/1.3.27/bin/
Pfad zur ausführbaren Datei httpd:
/usr/local/apache/1.3.27/bin/httpd
Apache version:
leeres Feld anwählen und eintragen: => 1.3.27
Pfad zum apachectl Kommando:
ins leere Feld => /usr/local/apache/1.3.27/bin/
Kommando zum Starten von Apache:
ins leere Feld => /etc/init.d/apachectl start
Hinweis:
Falls apachectl dort nicht im Verzeichnis ist, einfach noch
zusätzlich hineinkopieren!
root@rechnername > cp /usr/local/apache/1.3.27/bin/apachectl /etc/init.d/
Kommando zum Stoppen von Apache:
ins leere Feld => /etc/init.d/apachectl stop
Zeige virtuelle Server an als:
=> Icons
Sortiere virtuelle Server nach:
=> Reihenfolge in Konfigurationsdatei(en)
Maximum number of servers to display
=> 100
Pfad zu httpd.conf
ins leere Feld => /usr/local/apache/1.3.27/conf/httpd.conf
Pfad zu srm.conf
ins leere Feld => /usr/local/apache/1.3.27/conf/srm.conf
Pfad zu access.conf
ins leere Feld => /usr/local/apache/1.3.27/conf/access.conf
Pfad zu mime.types
ins leere Feld => /usr/local/apache/1.3.27/conf/mime.types
Datei der virtuelle Server hinzugefügt werden sollen:
=> httpd.conf
Test config file before applying changes?
=> Yes
Hinweis:
Das => ist nicht einzutragen!
Möchte man, dass der Apache-Server mit System-Boot automatisch gestartet
wird, so kann man das wie folgt mit Webmin einstellen:
webmin => System => Systemstart- und Herunterfahren-Dienste
Falls dort Apache noch nicht aufgeführt ist, einfach einen neuen
Dienst erstellen ...
Name => apachectl
Script => wird normalerweise automatisch hineingeladen ...
Start beim Systemstart? => Ja
Systemstart-Kommandos => /etc/init.d/apachectl start
Herunterfahren-Kommandos => /etc/init.d/apachectl stop
7 Update
7.1 Update von PHP
Als erstes kommt die gepackte Datei von der neuen PHP Version in das
/usr/local/src/lamp/
Verzeichnis. Nehmen wir mal an, die nächste PHP Version trägt die
Bezeichnung PHP 4.2.4, ob es diese Version einmal geben wird, kann ich allerdings nicht sagen.
In diesem Kapitel soll nur verdeutlicht werden, wie man im Falle eines Updates vorzugehen hat.
Folglich braucht man eigentlich nur die neue Version gegen die alte auszutauschen.
Die soeben kopierte Datei müssen Sie nun entpacken. Das kann wie
folgt gemacht werden:
Als erstes eine Text-Konsole (Shell-Terminal z. B. Bash) öffnen,
anschließend folgende Anweisungen ausführen:
benutzer@rechnername:~ > su
[Geben Sie nun Ihr root-Passwort ein]
root@rechnername:~ > cd /usr/local/src/lamp/
root@rechnername:/usr/local/src/lamp > tar -xvzf php-4.2.4.tar.gz
Falls Sie noch ihr altes Source-Verzeichnis unter „/usr/local/src/lamp“
besitzen, können Sie nun komfortabel wie folgt vorgehen:
Unser altes Source-Verzeichnis heißt: „/usr/local/lamp/php-4.2.3“
Als erstes müssen wir eine Kopie von libphp4.so anlegen. Die Kopie
erhält dann den Namen „libphp4-4.2.3 .so“. Hierzu
gehen wir wie folgt vor:
root@rechnername:/ > cd /usr/local/apache/1.3.27/libexec/
root@rechnername:/usr/local/apache/1.3.27/libexec > cp libphp4.so libphp4-4.2.3.so
Als Nächstes erstellen wir ein Backup von der alten php.ini, und
zwar wie folgt:
root@rechnername:/ > cd /
root@rechnername:/ > cp /usr/local/lib/php.ini /usr/local/lib/php-4.2.3.ini
Anschließend löschen wir unsere alte php.ini, da es sinnvoller ist, die neue
zu verwenden.
root@rechnername:/ > rm /usr/local/lib/php.ini
Da Sie ja Ihr altes PHP-Source Verzeichnis noch besitzen, haben Sie
richtig Glück gehabt, denn Sie haben sich dadurch eine Menge
Tipparbeit erspart.
In dem alten Verzeichnis „/usr/local/lamp/php-4.2.3“
befindet sich nämlich ein kleines Shell-Script. Dieses hat sich
von der letzten Installation alle Parameter von ./configure gemerkt,
d.h. Sie müssen nun nicht beim ./configure mühseelig
wieder alle Parameter von Hand eingeben!
Das ./configure wird nun wie folgt ausgeführt:
root@rechnername:/ > cp /usr/local/lamp/php-4.2.3/config.nice /usr/local/lamp/php-4.2.4/config.nice
root@rechnername:/ > cd /usr/local/lamp/php-4.2.4
root@rechnername:/usr/local/lamp/php-4.2.4 > ./config.nice
root@rechnername:/usr/local/lamp/php-4.2.4 > make
root@rechnername:/usr/local/lamp/php-4.2.4 > make install
Hinweis:
Und alle, die das Verzeichnis „/usr/local/lamp/php-4.2.3“
nicht mehr haben, müssen beim ./configure von Hand die ganzen Parameter, wie im Kapitel
„Installation => PHP 4.2.3“ beschrieben, eingeben.
Nun noch die neue php.ini ins richtige Verzeichnis kopieren:
root@rechnername:/ > cd /
root@rechnername:/ > cp /usr/local/lib/php.ini-dist /usr/local/lib/php.ini
Jetzt brauchen Sie nur noch die neue php.ini, wie im Abschnitt
„Konfiguration => php.ini“ beschrieben ist, zu ändern
und anschließend zu speichern.
Einfach den Apachen neu starten und schon ist das Update abgeschlossen:
root@rechnername:/ > /usr/local/apache/1.3.27/bin/apachectl restart
8 Schlusswort
8.1 Nachtrag
Natürlich ist kein Mensch perfekt, deshalb können in diesem Tutorial auch
Fehler enthalten sein. Falls ein Experte dieses Tutorial mal lesen sollte, und der Meinung ist,
dass etwas falsch ist oder etwas fehlt bzw. ergänzt werden müsste, so bitte ich, mir
dies mitzuteilen, damit ich dieses Tutorial verbessern kann. Das Tutorial wurde mit Sorgfalt
erstellt und auf mehreren Systemen mit SuSE Linux 8.0 erfolgreich getestet. Aber dieses Tutorial
sollte auch bei anderen Linux-Distributionen auf diese Art und Weise anwendbar sein. Dieses Tutorial
unterliegt der GNU FDL (GNU Free Documentation License - http://www.gnu.org/licenses/fdl.html)
Sicherlich gibt es noch wesentlich mehr Konfigurationsmöglichkeiten eines
LAMP-Systems, aber dieses Tutorial soll im Grunde nur eine Hilfe zur Einrichtung eines Webservers
für Einsteiger sein. Ich versuche nach Möglichkeit dieses Tutorial immer auf aktuellem
Stand zu halten. Einfach immer mal wieder auf meiner Homepage vorbeischauen, ob eine aktualisierte
Version dieses Tutorials zum Download bereit steht (Anmerkung neben dem Downloadlink beachten).
|
Diese Anleitung wurde nach bestem Wissen und Gewissen geschrieben. Sollten
dennoch Fehler enthalten sein, so bitte ich, mir diese mitzuteilen.
Ich, Sascha Blum, der Autor dieses Tutorial, übernehme keinerlei
Haftung für Schäden an Hard- & Software, die durch dieses Tutorial entstehen
könnten! Die Installation des LAMP-Systemes erfolgt auf EIGENES RISIKO!
|
8.2 Danksagung
An dieser Stelle möchte ich vor allem Gregor Waluga danken, der
dieses Tutorial Korrektur gelesen und auch auf seinen Linux-Systemen getestet hat.
Bei der Erstellung dieses Tutorials war er eine sehr große Hilfe.
(C)2002 Copyright by Sascha Blum, http://linux.computerbraxas.de/,
linux@saschablum.de
Stand: 06. Oktober 2002 |
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